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Hermes

Dieter Zillmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Hermes Logistik

Kurhan, THesIMPLIFY/fotolia.com

In der Weihnachtszeit werden besonders viele Pakete verschickt. Trafikanten können als Paketshop-Partner davon profitieren.

Wie die Packerl unter den Baum kommen

09.11.2016

Zu Weihnachten laufen Zustelldienste auf Hochtouren. Denn mehr und mehr Menschen bestellen die Geschenke fĂŒr ihre Lieben im Internet. Trafikanten können am WeihnachtsgeschĂ€ft teilhaben, indem sie Paketshop-Partner werden. Doch welche Vor- und Nachteile bringt das mit sich?

Weihnachten steht bald vor der TĂŒr. Damit auch alle Packerl ihren Weg unter den richtigen Christbaum finden, arbeiten Paketdienste mit Volldampf. Denn immer mehr Leute bestellen Geschenke im Online-Versandhandel. Trafikanten können am Kuchen mitnaschen, indem sie ihre Trafik als Paketshop-Partner von Diensten wie zum Beispiel DHL oder Hermes anmelden. Da Trafiken lange Öffnungszeiten haben, sind sie als Paketshop-Partner besonders beliebt. Wir haben bei den Anbietern und bei Trafikanten nachgefragt, welche Vor- und Nachteile es hat, seine Trafik als Paketshop anzumelden.

Geringer Aufwand

Im Moment gibt es in Österreich mehr als 1.600 Hermes-Paketshop-Betreiber. An strategisch sinnvollen Orten soll laut Dieter Zillmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Hermes Logistik, das Paketshop-Netz noch ausgebaut werden. "Um die Vorteile des Hermes Paketshops als Partner zu nĂŒtzen, benötigen Trafikanten etwas Platz und etwas Zeit", erklĂ€rt Zillmann. "Der Raumbedarf ist minimal. Sie benötigen höchstens zwei Quadratmeter Platz fĂŒr durchschnittlich acht bis zehn ĂŒberwiegend kleine Sendungen pro Tag."

Umsatz steigern

Doch welche Vorteile bringt es den Trafikanten, in ihrem GeschĂ€ft eine Paketshop-Stelle anzumelden? Laut Zillmann können Trafikanten so den Bekanntheitsgrad in ihrer Umgebung steigern, da sie der einzige Paketshop im nĂ€heren Umkreis wĂ€ren. So entdecken auch neue Kunden das GeschĂ€ft, wodurch sich der Umsatz steigern kann. Und: Trafikanten erweitern ihr Service-Angebot fĂŒr ihre Kunden. Wilhelm Eichinger, Trafikant und Paketshop-Partner in Rannersdorf (Niederösterreich), meint, dass durch seine Paketshop-Partnerschaft mit Hermes mehr Kunden in die Trafik kommen wĂŒrden. "Dadurch, dass wir Paketshop-Partner sind, verdienen wir nicht mehr. Aber natĂŒrlich hofft man immer, dass die Leute, die Pakete abgeben, auch etwas anderes mitnehmen." Er lobt, dass Hermes immer auf dem neuesten Stand der Technik ist: "Mittlerweile haben wir eine Scan-Maschine. FrĂŒher war das nicht so, da war der Arbeitsaufwand grĂ¶ĂŸer." Die Zeit, um ein Paket entgegenzunehmen, betrĂ€gt laut Eichinger nur eine halbe Minute - "wenn man lange braucht", scherzt er.

In der Weihnachtszeit kann es in seiner Trafik schon einmal eng werden: "Wir sind nicht die grĂ¶ĂŸte Trafik, aber auch nicht ganz klein. In Zeiten, in denen viele Packerl verschickt werden, haben wir ab und zu schon ein Platzproblem", meint Eichinger.

Verbesserungsbedarf

Auch in der Trafik Puchegger in Sankt Pölten können Pakete aufgegeben und abgeholt werden. Der Inhaber meint, dass dadurch zwar Leute in die Trafik kommen, die andernfalls nicht kĂ€men," eine Kosten-Nutzen-Rechnung darf man aber nicht machen", so Puchegger. Die Trafik sei in einer sehr guten Lage. Dadurch kommen viele Menschen vorbei. Doch weil sie eher klein ist, gĂ€be es ab und zu nicht genug Platz fĂŒr alle Pakete: "Ich muss dann die Leute wegschicken, wenn die Pakete zu groß sind." Froh wĂ€re die Trafik Puchegger außerdem, wenn es mehr Deutsch sprechende Lieferanten gĂ€be. Verbesserungsbedarf sieht der DHL-Partner in der Technik. Momentan verwendet er sein Handy zum Scannen: "Das ist sehr umstĂ€ndlich."

Kundenfrequenz erhöhen

Bei Ingeborg Pötsch, Trafikantin in HĂŒttenberg (KĂ€rnten), können Hermes-Pakete aufgegeben werden. Sie erhofft sich dadurch, dass mehr Leute in die relativ kleine Trafik kommen. Das System an sich findet sie gut. Auch der Aufwand hĂ€lt sich fĂŒr sie in Grenzen. Doch ein lukratives ZusatzgeschĂ€ft sei der Hermes-Paketshop bisher noch nicht: "Manchmal verdiene ich damit nur ein, zwei Euro im Monat. Da verbrauchen die GerĂ€te, die ich dafĂŒr anschließen muss, wahrscheinlich mehr Strom", resĂŒmiert Pötsch.

Netz erweitern

Damit in Zukunft jeder sein Pakerl rechtzeitig verschicken und abholen kann, soll das Paketshop-Netz noch weiter ausgebaut werden. Denn: "Mit einem weitreichenden Netz von Paketshops kommt die Hermes Logistik ihren Kunden im wahrsten Sinne des Wortes entgegen", so Hermes-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Dieter Zillmann. Durch weitere Shops wĂŒrde sich fĂŒr den einen oder anderen Trafikanten wohl auch das Platzproblem lösen. Dann wĂ€ren die Pakete auf mehrere Annahmestellen im Umkreis verteilt. Und zu Weihnachten finden schließlich alle Packerl ihren Weg unter den Christbaum.