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Copyright: Gramß GmbH
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Die Verschlüsse bestehen normgerecht aus drei Teilen und sind in verschiedenen Farben erhältlich. Mit dem speziellen Spritzeinsatz wird zudem sichergestellt, dass nicht mehr als 12 Tropfen Flüssigkeit pro Minute austreten können.

Aus einem Guss: Neue Caps für Nachfüllpatronen von E-Zigaretten

03.01.2018

Bayerisches Unternehmen bringt 2018 innovative Produktneuheit auf den Markt

Die Gramß GmbH, ein nordbayerischer Kunsstoff-Verarbeiter, hat nach umfangreichen Marktanalysen einen neuartigen, TPD-2-konformen Verschluss für E-Liquids entwickelt, der bekannte Probleme in der Abfüllung lösen soll und 2018 auf den Markt kommt.

Die EU-Richtlinie 2014/40/EU - kurz: TPD2 - regelt unter anderem "...dass E-Liquids und Basen nur noch maximal 20 mg/ml Nikotin enthalten und die Flaschen für nikotinhaltige Liquids und Basen höchstens 10 ml groß sein dürfen“, erklärt Mathias Vetter, Verkaufsleiter bei der Gramß GmbH Kunststoffverarbeitung.

Schärfere Regeln auch für Verschlüsse. Des Weiteren wurden auch für die Verschlüsse der E-Liquids die Regularien verschärft: „Da die E-Liquids in konzentrierter Form als giftig und gesundheitsschädlich eingestuft werden können, müssen sowohl E-Zigaretten als auch Nachfüllflaschen einen Mechanismus besitzen, der verhindert, dass ungewollt Flüssigkeit austritt. Außerdem müssen die Verschlüsse kindersicher sein, was durch die ISO 8317-Zertifizierung sichergestellt wird“, so Vetter weiter.

Zusätzlich haben die Verschlüsse einen Abreißring, der die Erstöffnungsgarantie sicherstellt. Um all diese Komponenten in einem Verschluss integrieren zu können, besteht dieser aus drei Teilen und verschiedenen Materialien mit unterschiedlichen Härtegraden, was sowohl die Produktion als auch die Montage anspruchsvoll macht.

Analysen decken Verbesserungspotential auf. Bevor Gramß mit der Entwicklung der E-Liquid-Caps begann, führte das Unternehmen eine umfangreiche Analyse des Marktes durch und suchte nach Optimierungspotential. „Dabei ist uns zum einen aufgefallen, dass der Herstellungsprozess noch effektiver gestaltet werden kann“, erläutert Vetter. „Zum anderen haben uns Abfüller von E-Liquids berichtet, dass sich teilweise einzelne Komponenten des Verschlusses im Rütteltopf voneinander lösen – besonders die Tülle ist davon betroffen, was dementsprechend zu Unterbrechungen und somit zu Mehrkosten im Betriebsablauf führt.“

Gramß arbeitete deshalb an einer Lösung, die sowohl die Produktion vereinfacht als auch verhindert, dass sich die einzelnen Teile voneinander lösen können. Das Außenteil wird aus Polypropylen gefertigt, einem relativ harten und wärmebeständigen Kunststoff, während der Innenteil aus High Density-Polyethylen besteht. Der Dosier- und Spritzeinsatz wird dagegen aus Low Density-Polyethylen hergestellt. „Die Verwendung unterschiedlicher Kunststoffe ist notwendig, damit sich die einzelnen Teile gut montieren lassen“, erklärt Vetter das Konzept. „Die Verschlüsse sind mit vielen auf dem Markt erhältlichen Flaschen kompatibel. Dazu zählen sowohl PET- als auch LDPE-Flaschen“, so der Verkaufsleiter weiter.   

Drei Komponenten in einem Arbeitsgang. Bei der Produktion weicht der Kunststoffverarbeitungsexperte vom üblichen Herstellungsprozess ab: Er setzt ein vollkommen neu entwickeltes Werkzeug- und Maschinenkonzept ein, das es ermöglicht, die drei einzelnen Bestandteile des Verschlusses in einem Arbeitsgang im Spritzgussverfahren herzustellen und in der Spritzgießmaschine komplett zu montieren. Die Jahreskapazität liegt bei etwa 100 Mio. Verschlüssen. Durch die hohe Qualität und Prozesssicherheit profitieren E-Liquid-Abfüller besonders von dem innovativen Herstellungsprozess.

Nachhaltige Produktion. Zudem ist sich das Unternehmen seiner ökologischen Verantwortung bewusst und produziert seine Waren mit einem hochmodernen Maschinenpark auf eine umweltfreundliche Weise. Deshalb stellt Gramß nur Produkte aus Rohstoffen her, die sich zu 100 Prozent wieder recyceln lassen. „Wir decken außerdem circa 10 Prozent unseres Energiebedarfs durch ein eigenes Blockheizkraftwerk“, erklärt Vetter. Der neue Verschluss wird ab Januar 2018 serienmäßig produziert und ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich. 

 

Quelle: ABOPR Pressedienst B.V.