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Copyright: WKO, Uhl
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v.l.n.r.: Andreas Schiefer, Günter Uhl, Robert Huber

Abrechnungssystem neu

01.12.2016

Mit 1. Jänner 2017 wird Mediaprint die Verrechnung auf Basis der EH 2000 POS-Meldung umstellen. Die Zeitungsbeauftragten des Bundesgremiums begrüßen die Neuerungen.

Die Mediaprint kommt mit dem neuen Abrechnungssystem einem seit langem geäußerten Wunsch des Bundesgremiums nach. "In gemeinsamen Verhandlungsrunden wurden die Details der Änderungen und deren Auswirkungen sowohl für bestehende EH-2000-Nutzer als auch für alleanderen Trafiken erarbeitet", sagt Andreas Schiefer, Bundesgremialobmann-Stv. und Wiener Landesgremialobmann. Auch KommR Günter Uhl begrüßt, dass die Mediaprint mit der Umstellung auf eine langjährige Forderung der Trafikanten eingeht. Wichtig sei jedoch, dass in den Trafiken die Retouren richtig und fristgerecht durchgeführt werden. Wünschenswert wäre es, wenn auch die anderen beiden Grossisten PGV und Morawa ihre Abrechnungen auf die Verkaufsmeldungen bei EH-2000-Trafiken umstellen. Kontrollen würden zwar weiterhin erforderlich sein, "jedoch würde durch eine Umstellung eine Umkehr der Beweispflicht erfolgen", so Uhl. Nicht die Trafikanten müssten dann die Rechnungen kontrollieren, sondern die Kontrolle läge beim Großhandel. "Dadurch würden die Rechnungsreklamationen umgehend der Vergangenheit angehören. Beim Großhandel käme es in den Servicecentern und der Buchhaltung zu freien Ressourcen, und insgesamt wären auf beiden Seiten Kostensenkungen zu verzeichnen", fügt Uhl ergänzend hinzu. Für den Zeitungsbeauftragten des Bundesgremiums, Robert Huber, stellt das tägliche Hantieren mit den Zeitungen und Zeitschriften nach wie vor einen großen Arbeitsaufwand dar, der aber mit den künftigen Kontrollen und Verarbeitung der Retouren durch das EH-2000-System zeiteffizient durchgeführt werden kann. Die Trafikanten könnten sich so verstärkt auf den Verkauf von Printprodukten konzentrieren. Trotzdem bestehe noch Handlungsbedarf: "Wir werden uns weiterhin für Verbesserungen einsetzen, da die Umsetzung der EH-2000-basierten Abrechnung von Mediaprint künftig zum Standard von allen Großhändlern gehören sollte!" Zukünftig sollte es auch möglich sein, den E-Paper-Handel im Internet mit dem stationären Handel mit Zeitungen und Zeitschriften zu kombinieren, so Huber. Er denkt eine Kooperation mit Start-ups, den Verlagen und den Großhändlern an. "Wir denken etwa an eine App, mit der E-Paper-Abos mittels eines Guthabens aufgeladen werden können, welches ausschließlich im stationären Handel zu erwerben ist - ähnlich den Handywertkarten."