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Copyright: Fotolia.com/ sinuswelle
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Ob schuldig oder nicht: Schweizer GefÀngnisse wollen eine ohnehin belastende Situation nicht noch durch Zigarettenverzicht erschweren

Tschick auf Staatskosten

23.02.2016

Gratis Zigaretten fĂŒr Schweizer HĂ€fltinge

WĂ€hrend man insbesondere im angelsĂ€chsischen Raum ĂŒber allgemeine Rauchverbote in GefĂ€ngnissen nachdenkt oder diese schon umsetzt, haben unsere eidgenössischen Nachbarn einen gĂ€nzlich anderen Ansatz gefunden. Dort gibt es fĂŒr straffĂ€llige und unter Verdacht geratene MitbĂŒrger Zigaretten auf Staatskosten - zur Verbesserung von Wohlbefinden, Sicherheit und Disziplin.

Wie 20 Minuten am Beispiel des KantonsgefĂ€ngnisses in Biberbrugg berichtet, erhalten Insassen bis zu sechs gratis Zigaretten tĂ€glich. Allerdings nur in der Untersuchungshaft und wenn sie selbst nicht ĂŒber die nötigen Mittel verfĂŒgen. RechstkrĂ€ftig Verurteilte dagegen sind zur Arbeit verpflichtet und können sich demnach selbst Rauchwaren kaufen. Die GefĂ€ngnisleitung ist sich sicher, dass die Maßnahme Stresssituationen entschĂ€rft, sich positiv auf die Psyche der Gefangenen auswirkt und in Folge die Gesamtsituation im GefĂ€ngnis verbessert.