leben

Klage gegen Zigaretten auf der Leinwand

22.07.2016

US-Filmindustrie beruft sich auf verfassungsrechtliche Meinungsfreiheit

Wie der Guardian berichtet, hat eine Gruppe von Aktivisten in den USA Klage gegen die Vereinigung der Filmindustrie "Motion Picture Association of America" (MPAA) eingereicht. Erreicht werden soll ein generelles Verbot von Zigaretten in Filmen, die auch Kinder und Jugendliche sehen d├╝rfen. Die Kl├Ąger argumentieren, es g├Ąbe einen direkten Zusammenhang zwischen Zigarettenkonsum auf der Leinwand und dem Rauchverhalten der Heranwachsenden und die Filmindustrie w├╝rde hier Schleichwerbung f├╝r Tabak betreiben.

Die MPAA hingegen argumentiert mit dem in der Verfassung verankerten Recht auf freie Meinungs├Ąu├čerung. Die Altersempfehlungen seien Meinungen und sollen lediglich widerspiegeln, was der Gro├čteil der amerikanischen Eltern als geeignet f├╝r gewisse Altersgruppen empfindet. Die Letztverantwortung bliebe bei den Eltern. Sollte die Klage durchgehen, k├Ânnte dies weiteren Prozesse gegen "unerw├╝nschtes" Verhalten im Film T├╝r und Tor ├Âffnen - bis auf der Leinwand statt dem Leben, wie es sein kann, nur mehr das Leben gezeigt wird, wie es zu sein hat.