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Copyright: Fotolia.de/ Elena Schweitzer
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Filme wie Disneys "Alice im Wunderland" hätte man nach Ansicht der Kläger erst ab 17 alleine sehen dürfen

Hollywood gewinnt gegen Anti-Raucher-Klage

14.11.2016

Rauchen allein kein Grund für Jugendverbot

Juli diesen Jahres hatte eine Gruppe von Aktivisten rund um Timothy Forsyth in den USA Klage gegen die Vereinigung der Filmindustrie "Motion Picture Association of America" (MPAA) eingereicht. Erreichen wollte man damit, dass Filme, in denen ein Charaktär raucht, generell das sogenannte "R-rating" erhalten sollten. Damit hätten Jugendliche unter 17 Jahren eine Begleitperson für den Kinobesuch gebraucht. Soll ein Film ein echter Kassenschlager werden, versucht die Filmindustrie meist, die "R"-Klassifizierung zu vermeiden, um möglichst viele Altersgruppen in die Kinos zu bekommen.

Wie der Guardian berichtet, folgte das Gericht nun aber der Argumentation der Hollywood Studios. Diese hatten mit dem in der Verfassung verankerten Recht auf freie Meinungsäußerung argumentiert. Die Altersem-pfehlungen seien Meinungen und sollen lediglich widerspiegeln, was der Großteil der amerikanischen Eltern als geeignet für gewisse Altersgruppen empfindet. Die Letztverantwortung bliebe bei den Eltern. Auch die Klassifizierungen "PG" (Parental Guidance Suggested, d.h. manche Szenen könnten ungeeignet für Kinder sein) und "PG-13" (Parental Guidance Strongly Suggested, d.h. manche Szenen könnten ungeeignet für Kinder unter 13 Jahren sein) würden Eltern bereits darauf hinweisen, ihre Verantwortung wahrzunehmen.