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Wird Düsseldorf komplett rauchfrei?

Düsseldorf: Kein Herz für Tabak

22.11.2016

WHO-Gesundheitsstadt will Rauchen komplett verbieten und Cannabis-Konsum zulassen

DÜSSELDORF // Die Stadt will rauchfrei werden und sich den Titel als WHO-Gesundheitsstadt dadurch bewahren: Düsseldorf plant einen Anti-Tabak-Feldzug. Gleichzeitig liegen Pläne im Rathaus für die lizensierte Freigabe von Cannabis. Skurril, aber über beide Vorhaben diskutiert die Stadtverwaltung in zwei gesonderten Sitzungen im Dezember: Am 14. Dezember wird auf einer Gesundheitskonferenz über die "Healthy City" (deutsch: Gesundheitsstadt); also eine komplette rauchfreie Stadt gesprochen.

Eine Woche vorher, am 7. Dezember steht die "Fachtagung Cannabis" im Terminkalender der Verwaltung und mit ihr die Freigabe der Droge. Für beide Termine ist Medieninformationen zufolge der Düsseldorfer Gesundheitsdezernent Andreas Meyer-Falcke federführend verantwortlich. Auf der Anti-Tabak-Konferenz soll ein komplettes Rauchverbot für öffentliche Plätze erarbeitet werden. Wichtig dabei der Jugendschutz: "Es geht doch eigentlich darum, dass junge Menschen erst gar nicht mehr mit dem Rauchen anfangen", sagte Meyer-Falcke dem "Express". Kritiker wie der ehemaliger Neusser Bürgermeister Herbert Napp sehen darin allerdings eine "Hexenjagd" auf Raucher.

In Bezug auf Cannabis wolle die Stadt eine offene Diskussion über die Chancen und Risiken diskutieren, so der Gesundheitsdezernent gegenüber den Medien. Ähnliche Pläne werden zurzeit auch vom Senat in Berlin diskutiert. In diesem Zusammenhang wollen die Düsseldorfer mit Berliner Experten auch den kontrollierten Verkauf von Cannabis erörtern. Schmerzpatienten sollen Cannabis bereits 2017 auf Rezept erhalten. Ein Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums wird Medieninformationen zufolge in den zuständigen Instanzen diskutiert.

 

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf dtz-online.de.